"Halb so schlimm." "Stell dich nicht so an." "Ein Indianer kennt keinen Schmerz." Diese und andere Sätze hör(t)en Hochsensible zuhauf in Kindertagen oder heute noch. Oft werden sie als zimperlich oder sonstwie komisch wahrgenommen.

Was klar ist ist, dass  HSM in jedem Fall mehr (mit allen Sinnen) wahrnehmen als andere Menschen und somit auch mehr zu verarbeiten haben als Nicht-HSM. 

In der Fachliteratur taucht der Begriff der Hochsensitivität zuerst bei Elaine Aron (1997) auf, die sich zum damaligen Zeitpunkt bereits über 20 Jahre mit dem Phänomen beschäftigte.

Im deutschsprachigen Raum war das Phänomen schon vor dieser Veröffentlichung bekannt (Von Reichenbach, Schweingruber, Klages).

In der heutigen schnellebigen Zeit kann es vermehrt zu Adaptionsschwierigkeiten für HSM kommen: die Ernährung und Lebensweise spielen dabei eine große Rolle. Sich selbst abzugrenzen, im eigenen Rhythmus und auf eine der eigenen Seinsweise entsprechenden Art und Weise zu leben, ist für HSM unerlässlich.

Wenn Sie das Gefühl haben, selbst betroffen zu sein, wäre eine Anpassung Ihrer Lebensweise ein erster Schritt in eine glücklichere Zukunft.

Auch Kinder sind heute mehr denn je Leidtragende. Wenn sie sich nicht der Allgemeinheit anpassen, werden sie schnell als AD(H)S-Kinder gebrandmarkt und den Eltern wird eine medikamentöse Behandlung empfohlen. Diese ist in einem überwiegenden Anteil der "Fälle" jedoch weder notwendig noch zielführend.